Barrierefrei und rundum komfortabel
Gelsenkirchen, 26. November 2009. Im ehemaligen Knappschaftskrankenhaus in Gelsen-kirchen-Ückendorf hat die THS Wohnen ein integratives Pilotprojekt realisiert. Mit ergän-zenden Angeboten der Stadt Gelsenkirchen, der Caritas und des Mehrgenerationenhau-ses findet man hier künftig „Alle(s) unter einem Dach“. Damit Menschen unabhängig von Generation, körperlicher Verfassung und Familiengröße zusammenleben können, hat das Unternehmen das denkmalgeschützte Gebäude aus den Jahren 1905/06 nunmehr erneut bedarfsgerecht ausgebaut. Weitere Anpassungen sind bereits geplant.
Der Eingangsbereich wurde unter Berücksichtigung der Vorgaben des Denkmalschutzes um eine rollstuhlgerechte Rampe ergänzt. Ein Teil der Durchgänge ist per Türautomation nun auch für Rollstuhlfahrer bequem zugänglich. Reiner Kurowski ist der erste neue Bewohner, der an den Umbaumaßnahmen konkret partizipiert. Der 53-jährige ist durch seine Erkrankung an Multipler Sklerose seit geraumer Zeit auf einen Rollstuhl und damit auch auf ein barrierefreies Umfeld angewiesen. Das Badezimmer seiner neuen Wohnung wurde seinen Bedürfnissen entsprechend mit einer ebenerdigen Dusche ausgestattet.
Reiner Kurowski ist froh, dass die THS Wohnen den Einzug möglich gemacht hat – so gewinnt der ehemalige Anwalt ein großes Stück an Freiraum und autonomer Lebensgestaltung zurück. Gemeinsam wollen Mieter und Vermieter auch an einem anderen Baustein arbeiten: der Grün-dung einer Wohngruppe pflegebedürftiger Menschen, die mit vereinten finanziellen Kräften den Einsatz von Pflegepersonal und –mitteln organisiert und optimiert. Dazu wird die THS weitere Wohnungen barrierefrei ausbauen.
Aktuell freut sich Kurowski jedoch erst einmal über die Möglichkeiten, die ihm das Dienstleis-tungsprogramm SOPHIA der THS Wohnen GmbH mit bildtelefonischem Betreuungsservice und 24-stündiger Notrufbereitschaft bietet. Das ambulante Angebot des Caritas Pflegedienstes Gelsenkirchen-Mitte rundet derzeit das Betreuungsangebot ab. Umfassende – auf den indivi-duellen Bedarf abgestimmte Unterstützung – macht ein Maximum an Selbstbestimmtheit möglich.
Von dem sozialen Netz, das rund um das Knappschaftskrankenhaus noch weiter ausgebaut wird, profitieren alle Bewohner. Ute Beese vom Mehrgenerationenhaus bietet gemeinsam mit Ehrenamtlichen organisierte Quartiersspaziergänge an, ein Angebot, das sich derzeit bereits in einigen anderen Stadtteilen wachsender Beliebtheit erfreut. Als „LEUCHTTURM“-Projekt ist die Stadt Gelsenkirchen mit ihrem Modell „Nachbarschaftsstifter“ ab November am Knappschafts-krankenhaus vertreten, auch die Caritas will neben der ambulanten Pflege Angebote zur Frei-zeitgestaltung entwickeln – je nach Interesse und Vorschlägen der Bewohner.
Reiner Kurowski hat darüber hinaus gute Ideen, wenn es um die Steigerung der Lebensqualität für Menschen mit einem Handicap geht: Gemeinsam mit anderen möchte er „Single help“ ins Leben rufen, eine Interessengemeinschaft, in der sich sozial engagierte Singles und kranke und einsame Menschen zusammenschließen. Keine Abhängigkeit, sondern eine „win-win“-Situation für alle Beteiligten.
Wer sich für eine Wohnung im ehemaligen Knappschaftskrankenhaus interessiert, dem steht Claudia Rudloff, Kundenbetreuerin der THS Wohnen GmbH, telefonisch unter der Nummer 0209.17003.29 oder per Mail Claudia.Rudloff@THS.de gerne für weitere Informationen zur Verfügung.




